Lachmuskel-Alarm mit dem Vollplaybacktheater und TKKG

Geschrieben von Christian Kresse

TKKG

- Lachmuskel-Alarm mit dem Vollplaybacktheater -

Nachdem das Vollplaybacktheater mit “Die Drei Fragezeichen” und “John Sinclair” bereits 2009 für Furore sorgte, war es nur eine Frage der Zeit, bis eine Vorführung zu den Hörspielhelden der 70er und 80er Jahre, namentlich Tim, Karl, Klößchen und Gabi (TKKG), folgen würde. Nun haben sich die Darsteller mit “Das Paket mit dem Totenkopf” die vierte Folge des Klassikers vorgenommen. Dabei heraus kam ein Feuerwerk an Slapstick-Einlagen, urkomischen Narrations-Elementen und eine ordentliche Portion Ironie. (Weiter lesen)

“Von heute an heiße ich nicht mehr Tarzan. Jeder, der mich Tarzan nennt, bekommt eins auf die Nuss” sagt Tim, Anführer des Quartetts, während er sich im Spagat elegant die Beine dehnt. “Tarzan” ruft seine Freundin Gabi. Es folgt, was folgen muss. Oder doch nicht? Eine Antwort auf diese Frage ist nicht möglich, zumindest nicht im Vollplaypacktheater. Denn eines ist die Aufführung mit Sicherheit nicht: Durchschaubar.

Auch wenn die Zuschauer auf ihren Plätzen es versuchen sollten, so schaffen sie es nicht, das kreative, lebhafte und zeitnahe Drehbuch im Voraus zu entziffern. Denn ist es nicht geradezu unmöglich, sich die Pulp Fiction Stars Vincent Vega und Jules Winnfield in einem TKKG-Szenario vorzustellen? Scheint eine Bruce-Lee Einlage, ein vorgespielter Orgasmus a la Harry & Sally oder Klößchen und Karl, die gechillt einen Joint durchziehen und ihre Weisheiten zum Besten geben, nicht weit entfernt von einer Welt, in der TKKG mehr oder weniger gefährliche Räuber überführt? Nicht beim Vollplaybacktheater!

Man schafft es, ein neues Kunstwerk zu entwerfen, ohne dabei die Urspungsgeschichte zu vernachlässigen. Die ironische, übertriebene und zynische Darstellung der Hauptprotagonisten trägt ebenso zu einem humorvollen, aber authentischen, Theaterstück bei, wie die Verwendung von technischen Hilfsmitteln und Requisiten.

Den Zuschauern in der Essigfabrik in Köln hat es gefallen. Minutenlanger Applaus nach der Aufführung sprechen für sich. Standing Ovations blieben aus: Aber nur weil der Bauch vom Lachen noch immer schmerzte!

Offizieller Pressetext zur Tour 2010
Homepage des Vollplaybacktheaters

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Autor: Christian Kresse
Publikationssdatum: 09.03.2010
Publikationsort: Privat

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  • Ich habe das Vollplaybacktheater ebenfalls gesehen und kann nur zustimmen. Ich hatte unglaublich viel Spaß und hoffe, dass ein weiteres Folgen wird. Evtl. dann mit den 5 Freunden? :)

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